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Drohne mit Wärmebildkamera bei der Jagd

Drohne mit Wärmebildkamera Jagd

Mit einer Drohne und einer Wärmebildkamera bei der Jagd, wozu soll das gut sein? Besonders in den vergangenen Jahren war das Thema Drohnen in den Medien sehr präsent. Nun hat die moderne Technik auch seine Wege in dem Bereich Jagd & Landwirtschaft gefunden. Was für den einen oder anderen Leser als technischer Müll eingestuft wird, hat für den andere bereits den Weg in den privaten Gebrauch gefunden.

Dieser Artikel soll einen kurzen Guide zur Wärmebildkamera, wichtige Anwenungsbereiche in Kombination mit der Drohne und was man sonst noch über das Thema wissen sollte zusammenfassen. Falls Sie zum Thema Wärmebildkamera & Nachsicht noch mehr wissen wollen, werfen Sie einen Blick auf unserem Hauptartikel: Wärmebildkamera & Nachtsichtgerät
– Viel Spaß beim Lesen!

Drohne Landwirtschaft

Der Anwenungsbereich von Drohnen ist heutzutage unvorstellbar groß und speziell im Privatbereich, wird die nötige Technik durch die größere Nachfrage auch immer leistbarer. Abgesehen von der oben erwähnten Jagd nach Wild, hat die Drohen auch im landwirtschaftlichen Bereich eine Berechtigung. Hier ein paar Beispiele zum Thema Einsatzbereich von Drohnen mit Wärmebildkameras:

Einsatz in der Landwirtschaft

 

drohne-landwirtschaft
Drohne im Bereich Landwirtschaft

Stellen Sie sich vor, ein großes Feld steht vor Ihnen und Sie wollen dieses möglichst sofort mähen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Wild und im speziell Kitze sich unter den vielen Gestrüpp befindet. Noch vor einer Woche haben Sie bei der letzten Ansitzjagd Wild im erwähnten Feld gesehen. Jetzt stellt man natürlich vor einer kleinen Gewissensfrage.
Selber durch das Feld gehen und dieses absuchen ist natürlich immer eine Möglichkeit, um auf Nummer sicher zu gehen. Abhängig von der Größe Des Feldes kann dies jedoch sehr schnell, sehr mühselig werden.
Was vor ein paar Jahren noch als undenkbar gewesen wäre, ist heute bei vielen Bauern & Jägern schon genau für diesen Fall im Einsatz: Die Drohne.

Drohne Wärmebildkamera Wild

Mit Hilfe einer Infarot-Kamera (Wärmebildkamera), spürt die Drohne jegliches Wild auf. Dabei macht es keinen Unterschied ob Kitz, Sauen oder auch eine Katze. Entscheident ist, dass die Außentemperatur noch nicht zu warm ist. (Sprich für Hochsommer eher ungeeignet)

Grund dafür ist, dass die Wärmebildkamera auf einen Temperaturunterschied angewiesen ist. Was bedeutet das? Die Körpertemperatur eines Tieres/Wild beträgt ungefähr 37°-38° Celsius. Wenn man die Aufnahmen der Wärmebildkamera betrachtet, sieht man deutlich weiße Flecken. Diese entstehen aufgrund des Temperaturunterschieds des Wildes und dem weitaus kühleren Gras bzw. dem restlichen Feld. Wenn die Außentemperatur allerdings zu hoch ist, können die Tiere möglicherweise nicht mehr erkennbar sein.

Besonders hier zeigt sich der große Vorteil gegenüber einer manuellen Suche mit Hilfe eines Hundes. Die Suche mit der Drohne ist besonders bei großen Felder extrem effizient. Laut unserer Recherche sind 15 Hektar pro Stunde durchaus schaffbar. Weiters hat man mit der anschließenden Analyse der Bilder eine sehr hohe Chance, jegliches Wild auch tatsächlich zu finden.

Drohne mit Wärmebildkamera Test

Im Angefügten Video sehen Sie einen sehr guten Testbericht einer Drohne mit Wärmebildkamera. Das komplette Set ist für unter 2800€ erhältich, was es unserer Meinung nach als alltagstauglich einstufen lässt. Es wird als Anwenungsfall im besonders auf die Rehkitzrettung eingegangen und viele weitere technische Aspekte gut erläutert.

Technische Daten
  • Sensor: 1/3″ 2M
  • Gimbal-Achsen: 3 Achsen, mit endloser 360° Rotation
  • Gewicht: 275 g mit Gimbal
  • Videoauflösung: 1920 x 1080 p / 30 FPS
  • Temperaturmessbereich: -10° – 180°
  • Temperaturausgleich: Automatisch
  • LWIR-Wllenlänge: 8 – 14 μm
  • Wärmebildkamera: ungekühlter
  • VOx-Mikrobolometer
  • Empfindlichkeit: < 50 mK

Vertreiben des Wildes

Die Drohne mit ausgestatteter Wärmebildkamera kann Ihnen nicht nur beim Aufspüren helfen, sondern (zumindest theoretisch) auch beim anschließenden Vertreiben. In den USA ist wird diese Technik bereits eingesetzt, wie es in Deutschland und Österreich gesetzlich aussieht, konnten wir bei unserer Recherche leider nicht feststellen und raten aus diesem Grund prinzipiell davon ab.

Drohne mit Wärmebildkamera günstig?

Wie Sie sich wahrscheinlich denken können, ist der ganze Spaß nicht unbedingt günstig. Dronen und auch Wärmebildkameras kosten schon alleine sehr viel Geld und werden logischerweise in Kombination nicht billiger.
Prinzipiell macht der Einsatz der Drohne besonders bei großen Feldern Sinn. Hier gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit die Hardware gebraucht zu kaufen oder eine Firma zu engagieren.
Diese sind meist auf Filmaufnahmen oder Geländeevermessungen spezialisiert, bieten allerdings auch im Bereich Landwirtschaft und Jagd Hilfe an.

Vor- und Nachteile einer Drohne mit Wärmebildkamera

Zum Schluss möchten wir die wichtigsten Vorteile und Nachteile zum Thema Drohne mit Wärmebildkamera objektiv darstellen. Egal ob für die Jagd oder im Bereich Landwirtschaft, bei Anschaffungskosten von über 2000€, sollte man sich defintiv im Vorhinein due Frage stellen:
Brauche ich das wirklich?

VORTEILE
NACHTEILE
+ Optimal für große Felder geeignet: Besonders im landwirtschaftlichen Bereich ist es manchmal nötig Felder in größerem Bereich abzusuchen. Hier wird man mit einer manuellen Suche nur bedingt arbeiten können und auf Dauer gesehen macht in diesem Bereich der Kauf einer Drohne mit Wärmebildkamera durchaus Sinn. − Sehr hohe Anschaffungskosten: Wie bereits oben erwähnt sind Drohnen und Wärmebildkameras im Allgemeinen relativ teuer. Die Kombination macht es natürlich nicht billiger und ist für den Normalverdiener schon ein großer Haufen Geld.
+ Große Sicherheit: Im Gegensatz zu der manuellen Suche mit einem Hund oder reinen Vergrämmungsmethoden, bietet die Wärmebildkamera eine sehr große Sicherheit. Es ist natürlich immer möglich, dass ein kleines Tier nicht korrekt erfasst wird, allerdings sollte man im Normalfall sehr effizient das gesuchte Wild auch finden. − Nicht für Laien: Für die meisten Drohnen gilt beim Jagen, dass Sie nicht sofort starten können. Eine kleine Einarbeitung in Soft- und Hardware ist auf jeden Fall nötig und für Leute die von der Marterie keine Ahnung haben, anfangs möglicherweise überfordernd. Weiters gibt es die Möglichkeit (auch um Geld zu sparen), sich selber ein Gerät mittels Bausatz zu basteln. Allerdings empfehlen wir auch hier, sich vorher ausreichend zu informieren.
+ Ausborgen möglich: Drohnen sind speziell im Bereich Fotografie schon sehr weit verbreitet. Aus diesem Grund gibt es viele Möglichkeiten, sich für die Jagd eine Drohne auszuborgen. Weiters gibt es immer noch den Gebrauchtwarenmarkt, welcher einem auch einen etwas günstigeren Einstieg ermöglichen kann.

Beste Wärmebildkamera Jagd

Die beste Wärmebildkamera für die Jagd gibt es (zumindest unserer Ansicht nach) nicht. In unserem Hauptartikel, haben wir einige Empfehlungen für Sie. Diese umfassen sowohl Nachsichtgeräte, als auch Wärmebildkamera. Bei beiden Geräten sind die Preisspannen sehr groß, sowie auch die Unterschiede in der Technik. Die billigsten Geräte starten zwar schon teilweise bei 100€, sind allerdings nicht unbedingt praxistauglich, speziell bei der Jagd.